Aggregat

Medieninstallation 2013-2014

 

Präsentation | presentation
Tante Lottes Lustschlösschen, Opening: Freitag, 30. November / 11 Uhr
Schloss Büchsenhausen, Weinkeller
(Eingang Riedgasse) / 6020 Innsbruck

 

Technische Konstruktion | technical construction Wolfgang Löffler
Programmierung | programming Holunder Heiss

 

dokumentation





Der Begriff des Aggregats, in Hinblick auf seine philosophische Terminologie als eine Anhäufung zum Teil verbundener, einzelner Teile dient als Grundlage für diese dynamische Versuchsanordnung. Im Gegensatz zum Organismus definiert sich ein Aggregat durch seine lose Verbundenheit, es obliegt einer anderen Organisation und Struktur und folgt demnach seinen eigenen Gesetzen.
Mein Interesse gilt diesen Eigenheiten; den dynamischen Prozessen, wie zyklische Kontraktion und Expansion und den dabei entstehenden Zwischen-, bzw. Freiräumen. Ebenso im Fokus steht der Sauerstoffaustausch als elementare Grundlage für das Leben.

 

The term aggregate serves as basis for this dynamic design of experiments, taking into consideration the word’s philosophical terminology as accumulation of partially connected individual parts. In contrast to an organism an aggregate defines itself by its loose bonds, it follows a different organization and structure and is subject to its own specific rules. I am interested in exactly these peculiarities: the dynamic processes, i.e. the cyclic contraction and expansion and the thereby emerging gaps and spaces. Also of interest and focused on is the exchange of oxygen being the elementary basis of life..

 



Technische Konstruktion:
Das Zentrum der Arbeit bilden 30 frei im Raum hängende transparente Plastikbälle, die über Luftkanäle teilweise miteinander verbunden sind. In deren Inneren befindet sich jeweils eine LED als eigenständige Beleuchtung. Die einzelnen „Luftblasen“ unterliegen einer eigenen Rhythmik des Luftaustauschs, wobei die Anwesenheit von Publikum eine Zustandsänderung des Objekts bewirkt.
Einerseits entstehen durch die Annäherungen der Besucher partielle Lichtveränderungen im Objekt, ebenso wie Bewegungen im Raum die rhythmische Bewegung der einzelnen Blasen beeinflusst. Die Arbeit darf als eine Analogie zu einem „lebendigen Staat“ betrachtet werden, der, wie schon Hegel meinte ein „Aggregat der vielen Einzelnen“ darstellt. Das „Aggregat“ steht als ein Versuch die Poesie des Lebens, die Dynamik des Wachsens und Vergehens zu versinnbildlichen.

 

Technical construction:
The main part of the work of art is made up by 30 transparent plastic balls freely pending, partly connected by air ducts. Within the balls there is one LED each as self-reliant illumination. The individual “air bubbles” are governed by a special rhythm of air exchange, the presence of spectators provoking a change in the object’s condition. On the one hand the approach of the spectators results in a partial change of light within the object, on the other hand movements in the locality have an influence on the rhythmic movements of the individual balls.
The work of art can be seen as analogy to a “bustling state”, which represents an aggregate of many individuals, as already suggested by Hegel. The “aggregate” is an attempt to symbolize the poetry of life, the dynamics of growing and vanishing.





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